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Kalkscore

Die Koronarsklerose beginnt mit fetthaltigen (cholesterinhaltigen) Ablagerungen in den Wänden der Herzkranzgefäße. Diese bezeichnet man als sogenannte weiche, nicht verkalkte Plaques. Gefährlich sind diese deshalb, weil sie plötzlich aufbrechen, das Gefäß verschließen und so zum akuten Herzinfarkt führen können. Wie wir heute wissen, enthalten diese Plaques immer kalkhaltige Anteile, die wir direkt im Kardio-CT nachweisen können.

Das Kardio-CT ist derzeit das empfindlichste Verfahren zum Ausschluss bzw. zum Nachweis solcher Kalkablagerungen. Das Ausmaß der Verkalkung wird in einer Zahl, dem sogenannten Kalkscore ausgedrückt. Der erhobene Kalkscore ist ein wichtiger Parameter um beschwerdefreie, asymptomatische Personen mit einem hohen Risiko für künftige Herzinfarkte zu entdecken und zwar ganz unabhängig von den sogenannten traditionellen Risikofaktoren (wie zum Beispiel Bluthochdruck, Cholesterinerhöhung, Nikotin usw.).

Da das Vorhandensein von Kalk in den Herzkranzgefäßen eine Koronarsklerose und somit bereits eine beginnende Herzkranzgefäßerkrankung beweist, ergeben sich aus diesem Kalkscore weitreichende Konsequenzen für Ihre weitere Behandlung. Die sich daraus ergebenden weiteren diagnostischen bzw. therapeutischen Konsequenzen werden wir Ihnen dann in einem ausführlichen Gespräch erläutern.

Untersuchungsablauf und geringe Strahlendosis

Die Kardio-CT Untersuchung zur Bestimmung des Kalkscores wird ohne Kontrastmittel, d.h. ohne Legen einer Nadel, durchgeführt. Sie müssen daher weder nüchtern sein noch Ihre Medikamente vorher abgesetzt haben. Die Untersuchung selbst dauert nur ein Atemanhalten.

Das Kardio-CT ist eine Röntgenuntersuchung und daher für Sie mit einer geringen Strahlenexposition verbunden. Die durch das Kardio-CT ohne Kontrastmittel bedingte Strahlendosis beträgt ca. 1,0 mSv vergleichbar. Um ein Gefühl für die Größenordnung dieser Strahlendosis zu erhalten, sollte man wissen, dass jeder Mensch in Deutschland einer Strahlung aus der Umwelt ausgesetzt ist, die pro Jahr ca. 2,5 mSv beträgt. Nach der aktuellen Röntgenverordnung für das noch ungeborene Leben ist eine Strahlendosis von 1,0 mSv zulässig.

 

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