Das Erregungsleitungssystem reguliert den

rhythmischen Herzschlag.
Das Erregungsleitungssystem

Das Herz bildet die für die Kontraktion des Herzmuskels notwendige Erregung selbst ("Autonomie oder Autorhythmie des Herzens").

Die elektrischen Impulse des autonomen Erregungsleitungssystems werden von einem natürlichen "Schrittmacher" gebildet - dem sogenannten "Sinusknoten" (1). Dieser gibt beim gesunden Menschen eine Frequenz von etwa 70 Schlägen/min vor.
Der Sinusknoten überträgt den elektrischen Impuls zunächst auf die Vorhöfe (siehe auch
Herzhöhlen) und löst deren Kontraktion aus. Von dort springt der Impuls auf ein zweites Erregungsbildungszentrum, den AV-Knoten ("Atrioventrikularknoten") (2), über, der den elektrischen Impuls an das Hissche Bündel (3) weiter gibt und über zwei Schenkel (4 und 5) die Purkinjeschen Fasern (6) erreicht, welche die Kontraktion der Herzkammern auslösen.
Der ganze Vorgang dauert etwa 220 Millisekunden.

Wie bereits erwähnt, kann das Herz zwar autonom, also ohne äußere Nervenversorgung, schlagen, benötigt aber dennoch die "vegetativen Herznerven", um sich dem wechselnden Bedarf (Belastung/Ruhe) anzupassen. Die Herznerven des "Vagus" (X.Hirnnerv) wirken hierbei bremsend, diejenigen des "Sympathicus" fördernd.
So schlägt unser Herz beispielsweise bei körperlicher oder psychischer Belastung schneller.

Die Erregungsausbreitung am Herzen kann mittels Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet werden.


(1) Sinusknoten
(2) AV-Knoten
(3) Hissches Bündel
(4) Rechter Tawara-Schenkel
(5) Linker Tawara-Schenkel
(6) Purkinje Fasern
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