Eine Erkrankung des Herzmuskels führt oftmals zu einer verminderten Pumpleistung des Herzens.
Der Herzmuskel (1) pumpt durch Zusammenziehen seiner Muskelfasern das Blut aus den Herzkammern in den Kreislauf.
Ist der Herzmuskel geschädigt, kommt es zu einer Verminderung der Pumpleistung, sodass nicht ausreichend Blut in den Körperkreislauf transportiert werden kann.
Eine der häufigsten Erkrankungen der Herzmuskels ist die "Kardiomyopathie", welche in drei unterschiedlichen Formen auftreten kann (siehe unten). Ursachen dieser Erkrankungen sind u.a. eine vorausgegangene Herzmuskelentzündung (Myokarditis), eine koronare Herzkrankheit, rheumatisches Fieber, Bluthochdruch, toxische Einflüsse wie exzessiver Alkoholmissbrauch oder Medikamente, sowie angeborene
Herzfehler.
Je nach Schwere des Muskelschadens, kommt es im Laufe der Zeit zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz), was sich durch Atemnot und einer Verminderung der körperlichen Leistungsfähigkeit bemerkbar macht.

Die Behandlung der Kardiomyophatie erfolgt mit herzstärkenden Medikamenten sowie dem Ausschluß der Ursachen.
Im fortgeschrittenen Stadium (extrem verminderte Pumpleistung), kann eine Herztransplantation notwendig werden.

Herzmuskel
Hpertrophische CMP Dilatative CMP
Hypertophische Kardiomyopathie
Bei der hypertrophischen Kardiomyopathie kommt es zu einer Verdickung der Kammerwand (2) sowie der Kammerscheidewand und damit zu einer Verminderung der Pumpleistung.
Dilatative Kardiomyopathie
Bei dieser Form der Kardiomyopathie ist die Herzkammer (3) dilatiert (ausgeweitet), was zu einer schwächeren Kontraktion (Zusammenziehen) des Herzmuskels führt und das Blut nicht vollständig aus der Kammer in den Kreislauf transportiert wird.
Restriktive CMP

Restriktive Kardiomyopathie
Durch Vernarbung der Herzinnenwände wird die Kammermuskulatur (4) "starr", sodass sich die Kammern nicht mehr ausreichend mit Blut füllen können.

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