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Bypass zu den Herzkranzgefäßen

Die koronare Bypass-Operation stellt unverändert eine der tragenden Säulen in der Behandlung der Herzkranzgefäßerkrankung dar. So werden jährlich mehr als 50000 Bypass-Operationen in Deutschland durchgeführt. Die „Haltbarkeit“ der Bypassgefäße ist jedoch deutlich begrenzt. Nach drei Jahren sind 20-30% der Bypassgefäße verschlossen.

Nicht nur Ihr Wohlbefinden sondern auch Ihre Prognose ist eng mit der Durchgängigkeit und Offenheitsrate der Bypassgefäße kombiniert. Es ist daher für jeden Bypasspatienten wichtig, die Offenheitsrate seiner Bypassgefäße rechtzeitig zu überprüfen und einen Bypassverschluss frühzeitig zu erkennen, bevor nämlich die Mehrzahl der Bypassgefäße verschlossen ist. Hierzu bietet sich die nicht invasive Darstellung der Bypassgefäße mittels Kontrastmittel Kardio-CT an.

Für die Beurteilung der Durchgängigkeit Ihrer Bypassgefäße ist es notwendig, dass ein Kontrastmittel verabreicht wird. Dieses Kontrastmittel wird Ihnen über einen Zugang in eine Arm- oder Handrückenvene verabreicht. Das Kontrastmittel wird durch gesunde Nieren problemlos ausgeschieden. Bei einer Nierenerkrankung kann es jedoch zu einer verzögerten Kontrastmittelausscheidung kommen.

Daher ist vor der Untersuchung die Kenntnis der Nierenfunktion (Kreatinin Wert) notwendig. Die verabreichten Kontrastmittel haben jodhaltige Anteile, die die Aktivität der Schilddrüse beeinträchtigen können. Aus diesem Grund ist ebenfalls die Kenntnis der Schilddrüsenfunktion vor der Kontrastmittelgabe wichtig (TSH-Wert).

Wie auch die Herzkatheteruntersuchung ist das Kardio-CT ein Röntgenverfahren und daher mit einer unterschiedlichen Strahlendosis für den Patienten verbunden. Die Strahlendosis variiert je nach Fragestellung und Untersuchungsprotokoll. Um ein Gefühl für die Größenordung der Strahlendosis zu erhalten, sollte man wissen, dass jeder Bundesbürger einer Strahlung aus der Umwelt ausgesetzt ist.

Diese Strahlung beträgt ungefähr 2,5 mSv pro Jahr. Nach der aktuellen Röntgenverordnung für das noch ungeborene Leben liegt die zulässige Strahlung bei 1,0 mSv. Eine Herzkatheteruntersuchung mit Darstellung der Bypassgefäße ist mit einer Strahlendosis von 5-8 mSv verbunden. Durch die nicht invasive Darstellung der Bypassgefäße mit Kontrastmittel beträgt die Strahlendosis ebenfalls ca. 5-10 mSv

Ziel der Untersuchung ist es eine Verengung bzw. einen Verschluss der Bypassgefäße auszuschließen. Sollten sich jedoch Engstellen oder Verschlüsse bzw. der Verdacht auf Engstellen oder Verschlüsse der Bypassgefäße ergeben, ist dann eine Herzkatheteruntersuchung in den meisten Fällen sinnvoll.

 

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